Experience Design in Arts & Culture
Copyright: Max Peternell_fhstp
Kann gut durchdachtes UX-Design die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur fördern und deren Relevanz steigern?
In Zusammenarbeit mit Expert*innen vom Institut für Creative\Media/Technologies, der E³UDRES²-Allianz, der Universität für Weiterbildung Krems und Partnerunternehmen in der Kreativwirtschaft entwickeln wir einen umfassenden Rahmen für kulturelles Erfahrungsdesign. Unser transdisziplinärer Think Tank kombiniert Expertise in Technologie und Informationswissenschaft mit Medienwissenschaft, Ästhetik und kultureller Soziologie.
Das zentrale Ziel besteht darin, zu erforschen, wie digitale Tools wie Audio-Guides, Augmented Reality oder Serious Games das Erleben von Ausstellungen, Auftritten und Kulturerbestätten beeinflussen. Wir fokussieren auf die Diversität von Publikumsgruppen und gemeinsame Kreation und berücksichtigen dabei, wie sich Vorwissen, Kontext, individuelle Bedürfnisse und soziale Beziehungen auf Wahrnehmung und Beteiligung auswirken. Indem wir Designforschung und Publikumsforschung miteinander verbinden, untersuchen wir, wie sinnvolle, inklusive and kontextsensitive kulturelle Erfahrungen durch Technologien strukturiert werden können.
Cultural Participation
Copyright: Sibylle Moser
Wie können wir Kunst & Kultur nutzen, um regionale Communities zu unterstützen?
Kulturelle Praktiken sind Ausdruck unterschiedlicher Lebensstile und Ressourcen wie Zeit, Bildung und Mobilität. Dementsprechend haben alle Aktivitäten des ECCC Barrierefreiheit, kulturelle Teilhabe und Selbstorganisation zum Ziel.
Wir verfolgen einen partizipatorischen Forschungsansatz, der unterschiedliche Publikumsgruppen, Citizen Scientists, Forschende und Entwickler*innen zusammenbringt. Unsere Projekte befassen sich mit digitaler Bildung, Co-Creation und DIY – von immersiven Medien und künstlerischem Experiment bis hin zu technisch niederschwelligen „Low-Tech“ Praktiken und der Unterstützung von regionalen Netzwerken.
Creativity, Cognition & Futuring
Copyright: Florian Lackner
Was ist Vorstellungskraft? Und was bedeutet es, aussagekräftige Artefakte zu erschaffen?
In einer Zeit, in der Computer und künstliche Intelligenz allgegenwärtig sind, tauchen Fragen nach dem menschlichen Geist, dem Bewusstsein und dem Wert künstlerischen Ausdrucks wieder vermehrt auf – Fragen, die lange Zeit Gegenstand der Philosophie waren.
Unsere Arbeit widmet sich diesen Debatten, indem sie Künstler*innen, Forschende und kreative Expert*innen im Dialog über die Zukunft der Kreativität zusammenbringt.
Indem wir künstliche und künstlerische Intelligenz gegenüberstellen, erforschen wir deren Unterschiede und Überschneidungen sowie die hybriden Realitäten, die entstehen, wenn menschliche und maschinelle Kreativität zu verschmelzen beginnen. Angesichts datenbasierter Machtstrukturen untersuchen wir, wie künstlerische und wissenschaftliche Praktiken mit KI interagieren können, um alternative Perspektiven – poetische, kritische, spekulative – auf unsere Welt im Wandel zu entwickeln.
Art, Design & Ecology
Copyright: Sibylle Moser
Wie können wir mit Hilfe von Technologie die fragile Beziehung zwischen Mensch und Natur neu gestalten?
Im Mittelpunkt unserer Forschung stehen kulturelle Erfahrungen an der Schnittstelle von analogen und digitalen Räumen. Wir erforschen, wie Technologie unser Verhältnis zur natürlichen Welt bereichern kann und untersuchen die multisensorische Erfahrung ökologischer Systeme wie Gärten und Landschaften – digitale Anwendungen können die Wahrnehmung von Biodiversität erweitern und die komplexe Verwobenheit von Menschen, Pflanzen, Tieren und Dingen verdeutlichen.
An der Schnittmenge von Kunst und Wissenschaft kombinieren wir „bodenständige“ Praktiken wie den Gartenbau mit wissenschaftlichen Daten und Mediendesign. Künstlerische Praktiken wie Storytelling können unsichtbare natürliche Prozesse und nichtmenschliche Perspektiven – etwa Bodendynamiken, Wasserzyklen und Pflanzenkommunikation – zugänglich und greifbar machen. Die Vermittlung von ökologischer Praxis mit künstlerischen Zugängen soll ästhetische Erfahrungen ermöglichen, die Bewusstsein, Neugier und Empathie für die Umwelt fördern.